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Untersuchung Eintragungen in Webkataloge
Wednesday, 04 February 2009

Untersuchung von SEO Deutschland zum Thema Eintragungen in Webkataloge

Untersuchungsanlass
Suchmaschinenoptimierung ist dem ständigen Wandel unterworfen. Bewährte Methoden können ihre Wirkung verlieren und neue Methoden erheblich mehr zum Erfolg eines Projektes beitragen. Die Eintragung einer Webseite in Webkatalogen und Webverzeichnissen ist genau einer dieser bewährten und althergebrachten Methoden.

In letzter Zeit hat Google ™ vermehrt Webkataloge und Webverzeichnisse abgestraft und/oder sie komplett aus dem Index genommen. Die Gründe hierfür liegen in den massenhaft duplizierten Katalogeinträgen sprich Beschreibungstexten, die häufig in diesen Katalogen und Verzeichnissen zu finden waren. Mit anderen Worten “duplicate content” in rauen Mengen.

Damit einhergehend wurde auch ein Eintrag in solch einem Katalog oder Verzeichnis bedeutungslos. Schließlich bringt einem der schönste Titel- und Beschreibungstext nichts, wenn der Link nicht indexiert wird.

Die Entwicklung war aber bereits abzusehen. Schließlich konnten SEO Deutschland als Anbieter solcher Dienstleistungen, dem Preisverfall auf dem Markt - ebay und MyHammer sei dank – selber miterleben.

Während wir beispielsweise 2,50 Euro für jeden einzelnen Katalogeintrag nehmen und den Kunden dafür auch eine Unique Content Garantie geben, gibt es noch jede Menge günstigerer Anbieter auf dem Markt. Angebote die zum Beispiel 300 Katalogeinträgen für 125 Euro beinhalten - sind keine Seltenheit.

Da ist natürlich die berechtigte Frage erlaubt: Wie viel Kreativität kann man für 42 Cent pro Eintrag erwarten?

Ist es beim Linkbuilding noch vertretbar, immer denselben Begriff oder dieselbe Begriffskombination als Linktext zu wählen, so sollte doch jeder Beschreibungstext unbedingt “Unique Content” darstellen. Gegebenenfalls das vermehrte Auftreten der gewünschten Keywords, bildet den roten Faden unter den einzelnen Beschreibungstexten in den jeweiligen Katalogen.

Resultat dieser Fehlentwicklung und der massenhaft kopierten Beschreibungstexte: Immer mehr nicht indexierte Webkataloge stellten mangels Besuchertraffic den Betrieb ein und somit waren auch alle regulären und einzigartigen Einträge auf Dauer verloren.

Eine ähnliche Entwicklung (duplicate content / fehlende Indexierung) ist nun auch schon bei einigen Artikelverzeichnissen und Presseportalen zu beobachten.

Untersuchungsmethode
Um einen genauen Überblick über die momentane Situation zu bekommen, entschloss sich SEO Deutschland eine eigene Untersuchung anzustellen. Aus unseren internen Linklisten nahmen wir im Januar 2009 insgesamt 500 deutschsprachige Webkatalogen und Webverzeichnissen - einige zum Teil bereits über 6 Jahre alt - und besuchten jede einzelne Domain und gegebenenfalls Unterseiten. Dabei ließen wir uns immer mit Hilfe zweier Tools den ermittelten PageRank® anzeigen. Bei Bedarf wurde noch durch eine Suchanfrage bei Google™ überprüft, ob eine Webseite indexiert ist.

Ergebnis
Die Auswertung der Untersuchungsresulate ergab folgendes Ergebnis. Von 500 besuchten Webkatalogen und Webverzeicnissen hatten 282 (56,4 Prozent) den Betrieb eingestellt und/oder waren nicht mehr erreichbar.

Ein Großteil davon war unter der URL nicht mehr auffindbar oder die Domain war geparkt. Bei einigen URL erschien auch der Hinweis auf temporäre Wartungsarbeiten. Ohne das diese auch nach mehrfachen Besuchen, während der gesamten Untersuchungsdauer, wieder erreichbar waren. Darum wurden solche Kataloge und Verzeichnisse auch zu den Stillgelegten gezählt.

Von den verbliebenen 218 Webkatalogen waren nur noch 173 (34,6 Prozent) indexiert und/oder besaßen einen Google™ PageRank®.

Von diesen 173 besaßen wiederum nur 152 (30,4 Prozent) zusätzlich noch eine oder mehrere indexierte Unterseiten.

Fazit
Die Zahlen belegen eindeutig, dass mehr als die Hälfte aller Kataloge (56,4 Prozent) nicht mehr existieren oder betrieben werden. Der Aufwand lohnt sich scheinbar nicht mehr für die Betreiber.

Nur noch ein Drittel (30,4 Prozent) der überprüften Kataloge eignet sich überhaupt für ein einigermaßen geartetes Linkbuilding.

Natürlich bezieht sich die Untersuchung mit 500 Webkatalogen nur auf einen Teil der geschätzten 1500 bis 2000 deutschsprachigen Webkataloge, Webverzeichnisse und Spezialverzeichnissen. Dennoch ist SEO Deutschland der Meinung, dass sich die Ergebnisse ohne weiteres auf die gesamte kostenlose Kataloglandschaft übertragen lassen. Eine Auswahl der überprüften Webkataloge haben wir für Sie hier aufgeführt: Liste Webkataloge

Zudem fanden wir bei all den kostenlosen Angeboten auch immer wieder einige Kataloge, deren Startseiten sogar einen vergleichsweise hohen PageRank® besaßen und die kaum oder gar keine duplizierten Inhalte aufwiesen. Hier ist es wohl in erster Linie dem oder der Katalogbetreiber/in zu verdanken, dass der Katalog oder das Verzeichnis so gut rankt. Eine redaktionelle Prüfung aller Einträge lohnt sich eben doch auf Dauer.

Anmerkung:
SEO Deutschland hat sich bei der Untersuchung nur auf backlinkfreie und kostenlose Kataloge beschränkt. Die Lieferung von einem einzigartigen Beschreibungstext und die Bereicherung des Webkataloges um einen neuen Eintrag (nicht die x-te Casino- oder Versicherungsseite), sind unserer Meinung nach genug Gründe die für eine Freischaltung einer Website sprechen. Weitere Gegenleistungen, wie zum Beispiel ein Backlink oder eine Aufwandsentschädigung, sind aus unserer Sicht unnötig.

Trotz der ernüchternden Ergebnisse ist SEO Deutschland dennoch der Meinung, dass sich der Eintrag in einen sauber geführten und indexierten Webkatalog oder Verzeichnis lohnt. Vorausgesetzt Katalogbetreiber und Aufnahmekandidat halten sich an die einfachen Spielregeln: Link gegen Content!

Das heißt im Klartext: Einzigartiger Content und interessante Website werden belohnt mit einem Backlink. Der Katalogumfang wächst an und der Katalog erhält mehr Inhalte. Gleichzeitig erhält die Website einen Backlink vom Katalog. Ein klassische Win-Win-Situation für beide Parteien.

Kostenpflichtige Webkataloge gibt es auch. Ein Linkbuilding nur über kostenpflichtige Webkataloge - ist aber insbesondere für nichtkommerzielle Webseiten - kaum zu finanzieren. Hier stehen häufig die Ausgaben in keinerlei Verhältnis zu den Nutzen für den Seitenbetreiber. Allenfalls die größten kostenpflichtigen Webkataloge, wie beispielsweise AllesKlar.de oder dir.Yahoo.com sind da vielleicht eine Überlegung wert.

Ansonsten heißt es Augen auf und jeden Katalog vor der Eintragung kontrollieren. Ist er indexiert? Besitzt er einen PageRank®? Sind beide Resultate zufriedenstellend, dann eine unique Beschreibung anfertigen, alle Angaben ausfüllen und freudig auf den nächsten Backlink warten.

 
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